Beginnen Sie mit den Augen: Färben Sie bei Trollen und Kobolden zuerst die Augen aus, denn sie geben dem Gesicht Ausdruck und setzen den Ton für die gesamte Farbgebung. Wählen Sie dafür eine kräftige, kontrastreiche Farbe wie leuchtendes Grün, Gold oder ein tiefes Violett – das lässt die Kreaturen lebendig wirken, noch bevor Sie andere Bereiche ausgemalt haben. Der Grund ist einfach: Wenn die Augen fertig sind, haben Sie einen Ankerpunkt, an dem Sie sich beim weiteren Ausmalen orientieren können – Sie wissen dann, ob Ihre Farbwahl harmonisch wirkt oder ob Sie anpassen müssen.

Die richtige Farbpalette für Trolle und Kobolde

Trolle und Kobolde sind keine gewöhnlichen Wesen – sie dürfen ruhig unnatürliche Farben haben. Für die Haut eignen sich neben klassischem Grün auch Blautöne, Erdtöne oder sogar ein zartes Lila. Entscheiden Sie sich bewusst: Ein Waldtroll wirkt mit moosigen Grüntönen und Brauntönen erdverbunden, während ein Kobold aus der Schattenwelt eher in Grau- und Dunkelblautönen auftritt. Für die Haare sind Kontraste ideal – feuerrot, sonnengelb oder eisblau heben sich von der Haut ab. Wenn Sie unsicher sind, welche Farben zusammenpassen, hilft ein Blick in die Farbenlehre für Ausmalbilder, dort wird erklärt, wie Sie harmonische Kombinationen finden.

Welche Stifte eignen sich am besten?

Für diese Motive empfehlen sich Buntstifte mit weicher Mine, da Sie damit sowohl kräftige Flächen als auch feine Details wie Augenbrauen oder Falten ausmalen können. Filzstifte sind dann die bessere Wahl, wenn Sie kräftige, gleichmäßige Farbflächen möchten – aber Achtung: Sie können schnell ausfransen, wenn Sie über die Linien hinausgehen. Wachsmalkreiden eignen sich für grobe Strukturen, etwa für Fell oder Rindenmuster, sind aber weniger präzise. Ein ausführlicher Vergleich der Stiftarten findet sich in Buntstifte, Filzstifte oder Wachsmalstifte?. Für Anfänger sind Buntstifte am vielseitigsten, für Fortgeschrittene lohnt sich die Kombination aus beidem: erst mit Filzstift die Basis, dann mit Buntstift Schattierungen.

Details, die den Unterschied machen

Trolle und Kobolde leben von ihren Eigenheiten. Achten Sie auf folgende Details:

  • Ohren und Nasen: Diese sind oft überproportional groß. Schattieren Sie die Innenseite der Ohren mit einem dunkleren Ton der Hautfarbe, das gibt Tiefe. Die Nase können Sie mit einem kleinen hellen Tupfer auf der Spitze hervorheben.
  • Zähne und Krallen: Diese sollten nie reinweiß bleiben, sondern einen hellen Gelb- oder Grauton bekommen. So wirken sie natürlich und nicht künstlich.
  • Kleidung und Accessoires: Viele Motive haben Gürtel, Taschen oder Hüte. Verwenden Sie hier gern gedeckte Farben wie Lederbraun, um die Aufmerksamkeit auf das Gesicht zu lenken – außer Sie möchten einen bestimmten Gegenstand betonen, dann nehmen Sie eine kräftige Kontrastfarbe.

Für weitere Anregungen zu fantastischen Details wie Schuppen oder Fell können Sie sich die Tipps für schuppige Details bei Drachen ansehen – die Techniken übertragen sich gut auf Trolle mit rauer Haut.

Schritt für Schritt: Ein Troll-Gesicht ausmalen

Nehmen Sie sich ein einfaches Gesichtsmotiv aus der Kategorie Trolle & Kobolde Ausmalbilder zur Hand – zum Beispiel aus den Viva Trolle Ausmalbildern.

Schritt 1: Grundton auftragen

Färben Sie die Hautflächen mit einem hellen Grundton aus – zum Beispiel Hellgrün oder Pfirsich. Nutzen Sie kreisende Bewegungen, damit keine Striche sichtbar bleiben.

Schritt 2: Schatten setzen

Mit einem dunkleren Ton (z. B. Dunkelgrün) schattieren Sie unter den Augenbrauen, an den Seiten der Nase und unter dem Kinn. Verblenden Sie die Übergänge mit einem weichen Tuch oder dem Finger – eine Anleitung dazu finden Sie in Buntstifte weich verblenden.

Schritt 3: Augen und Brauen

Färben Sie die Augen mit einer kräftigen Farbe – zum Beispiel Gold oder Türkis. Die Pupille setzen Sie mit einem dunklen Blau oder Schwarz. Zeichnen Sie die Augenbrauen mit kurzen, feinen Strichen in einer dunkleren Haarfarbe nach.

Schritt 4: Details wie Zähne und Warzen

Zähne erhalten einen hellen Gelbton, die Konturen zeichnen Sie mit einem hellbraunen Stift nach. Kleine Warzen oder Narben können Sie mit einem braunen Punkt und einem hellen Tupfer daneben darstellen – das wirkt sofort charaktervoller.

Schritt 5: Haare und Accessoires

Zum Schluss kommen die Haare an die Reihe: Arbeiten Sie mit mehreren Tönen derselben Farbe, um Struktur zu erzeugen. Ein grüner Schopf wirkt lebendiger, wenn Sie zuerst ein Hellgrün auftragen und dann einzelne Strähnen in Dunkelgrün oder sogar Blau setzen. Wenn der Troll eine Mütze oder einen Schal trägt, färben Sie diese mit einer Kontrastfarbe – das gibt dem Bild Spannung.

Welche Vorlagen zuerst ausmalen?

Beginnen Sie mit einfachen, großflächigen Motiven, um ein Gefühl für die Farben zu bekommen. Die Trolle 3 Ausmalbilder bieten oft klare Konturen und große Flächen. Danach können Sie sich an die detailreicheren Seiten aus Trollstopia oder Trolls Welt Tour wagen – hier gibt es mehr Figuren und Hintergründe, die sich für geübte Ausmaler lohnen. Wer es etwas düsterer mag, findet in den Goblin Ausmalbildern oder bei der Schwarzen Fee Motive mit mehr Schatten und mystischer Atmosphäre.

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Ein typischer Fehler ist, zu früh mit dunklen Farben zu arbeiten. Dunkle Töne lassen sich später nur schwer aufhellen – bauen Sie also erst die hellen Flächen auf und setzen Sie Schatten erst zum Schluss. Ein zweiter Fehler: die Haut in einem einzigen Ton zu lassen. Ohne Schattierung wirken Trolle und Kobolde flach. Arbeiten Sie immer mit mindestens zwei Tönen pro Fläche, auch wenn es nur ein dunklerer Rand unter dem Kinn ist. Und drittens: Zu viele Farben auf einem Bild können chaotisch wirken. Beschränken Sie sich auf zwei bis drei Hauptfarben pro Figur und verwenden Sie für den Hintergrund dezente Töne – so bleibt das Motiv ruhig und die Figur kommt zur Geltung. Wenn Sie unsicher sind, welche Farben zusammenpassen, hilft die Farbenlehre für Ausmalbilder weiter.

Weitere Inspirationen und Techniken

Wenn Sie nach dem Ausmalen von Trollen und Kobolden Lust auf mehr bekommen, probieren Sie doch andere fantastische Wesen aus – die Fantasy Ausmalbilder Kategorien geben einen Überblick. Auch die Magischen Kreaturen mit Fantasiefarben bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre neuen Fähigkeiten an anderen Fabelwesen zu testen. Und wer das Schattieren weiter vertiefen möchte, findet in der Anleitung zum Schattieren eine gute Grundlage. Denken Sie daran: Übung macht den Meister – jede weitere Seite wird Ihre Farbwahl sicherer und Ihre Striche geschmeidiger. Die Vielfalt an Vorlagen in der Kategorie Trolle & Kobolde bietet Ihnen genug Material, um Ihre Technik zu verfeinern, ohne dass Ihnen so schnell die Ideen ausgehen.