Beginnen Sie mit den großen Flächen: Tannenbaum, Hintergrund oder Weihnachtsmantel – dort entscheidet sich die Grundstimmung, und kleine Abweichungen fallen hier weniger auf als im Gesicht einer Figur.

AspektEmpfehlungWarum
StifteBuntstifte für Flächen, Filzstifte für AkzenteBuntstifte lassen sich gut schichten und verwischen, Filzstifte liefern kräftige, gleichmäßige Farben für Details wie Schleifen oder Knöpfe.
PapierDickes Papier (mind. 120 g/m²)Verhindert Durchdruck bei Filzstift und Wellen bei kräftigem Druck.
FarbpaletteKlassisches Rot, Grün, Gold, Silber, WeißDiese Töne rufen sofort Weihnachtsstimmung hervor; Braun und Hauttöne für Gesichter und Tannenzweige.
ReihenfolgeErst hell, dann dunkel, dann DetailsHelle Farben lassen sich später nicht mehr übertünchen, dunkle setzen Konturen und Schatten.
DetailsGlitzer, Punkte, kleine MusterSie verleihen dem Bild den letzten Schliff, ohne dass Sie neu ausmalen müssen.

Die richtigen Farben für klassische Weihnachtsmotive

Rot und Grün sind das Fundament der meisten Weihnachtsbilder. Für den Weihnachtsmann wählen Sie ein kräftiges Zinnoberrot, für den Tannenbaum ein sattes Tannengrün – aber variieren Sie die Töne: Ein Baum wirkt lebendiger, wenn Sie die Unterseite der Zweige dunkler malen als die Oberseite. Bei Schneemännern ist nicht alles Weiß gleich: Verwenden Sie Hellblau oder Hellgrau für die Schattenseite, sonst verschwimmt der Schnee mit dem Hintergrund.

Gold und Silber eignen sich hervorragend für Glocken, Sterne und Schmuck – aber sparsam einsetzen, sonst wirkt das Bild überladen. Wenn Sie eine Weihnachtslichtbirne ausmalen, denken Sie an den Lichtschein: Lassen Sie die Mitte der Birne fast weiß, die Ränder in kräftigem Gelb oder Orange.

Farbtöne für besondere Motive. Für den Weihnachtsmann lohnt sich ein Blick auf die Nuancen: Ein warmes Rot mit einem Stich ins Orange wirkt einladender als ein kühles Rot. Bei Tannenzweigen mischen Sie verschiedene Grüntöne, etwa ein Gelbgrün für die Spitzen und ein Blaugrün für die Tiefen. Das erzeugt Tiefe, ohne dass Sie aufwendig schattieren müssen.

Schatten und Licht mit Farbe setzen. Schatten sind nicht schwarz – sie sind dunkle Versionen der Grundfarbe. Für einen roten Mantel nehmen Sie ein dunkles Weinrot, für grüne Zweige ein dunkles Flaschengrün. Setzen Sie diese Töne an die Ränder und unter die Falten, dann bekommt das Bild sofort Volumen. Ein heller Farbtupfer auf der Oberseite der Kugeln oder der Glocke lässt das Motiv plastisch wirken.

Werkzeuge: Stiftwahl und Technik

Buntstifte sind die beste Wahl für weiche Übergänge, etwa bei Gesichtern oder Himmeln. Sie können mit ihnen drucken und so Farbverläufe erzeugen. Filzstifte eignen sich für klare Kanten und kräftige Flächen – aber testen Sie vorher, ob das Papier durchscheint. Wachsmalstifte sind ideal für junge Künstler, weil sie rutschfest sind und keine Wischer entstehen. Einen ausführlichen Vergleich der Stiftarten finden Sie in unserem Ratgeber Buntstifte, Filzstifte oder Wachsmalstifte?.

Für Schatten und Tiefe nutzen Sie die Schraffur-Technik: Zeichnen Sie mit einem dunkleren Ton dünne Linien in die Schattenzonen, etwa unter dem Kinn des Weihnachtsmanns oder an der Seite des Schlittens. Eine Anleitung zum weichen Verblenden mit Buntstiften finden Sie unter Buntstifte weich verblenden.

Mit Buntstiften weiche Übergänge erzeugen. Buntstifte lassen sich in Schichten aufbauen. Beginnen Sie mit leichtem Druck und einer hellen Grundfarbe, dann legen Sie dunklere Töne darüber. Für einen Himmel in der Abenddämmerung malen Sie zuerst ein helles Gelb, dann ein Orange und zum Schluss ein Violett – die Farben verschmelzen zu einem weichen Verlauf. Ein Papiertuch oder ein weiches Tuch verwischt die Striche zusätzlich.

Mit Filzstiften klare Kanten setzen. Filzstifte trocknen schnell und eignen sich für scharfe Konturen, etwa bei Sternen oder Schleifen. Arbeiten Sie in eine Richtung, um Streifen zu vermeiden. Bei großen Flächen hilft eine kreisende Bewegung, dann wird die Farbe gleichmäßiger. Achten Sie darauf, dass das Papier nicht zu dünn ist – sonst scheint die Farbe auf der Rückseite durch.

Details, die Weihnachtsbilder besonders machen

Achten Sie auf die kleinen Dinge, die ein Motiv stimmungsvoll machen:

  • Glitzer auf Schnee: Ein weißer Gelstift oder ein hellblauer Punkt auf den Flocken lässt es funkeln.
  • Lichterketten: Malen Sie die Kette dunkelgrün, dann setzen Sie kleine farbige Punkte als Lampen – mit Gelb in der Mitte, Rot und Blau an den Rändern.
  • Gesichter: Verwenden Sie für Wangen und Nasen einen hautfarbenen Ton, für die Wangenröte ein zartes Rosa. Vermeiden Sie schwarze Konturen – besser dunkelbraun oder grau.
  • Muster auf Pullovern: Ein hässlicher Weihnachtspullover lebt von Mustern: Striche, Rauten, kleine Herzen. Malen Sie sie in Kontrastfarben, dann wirkt das Kleidungsstück gemütlich statt chaotisch.

Glitzer und Glanzlichter setzen. Ein einzelner weißer Punkt auf einer Kugel oder einer Schleife genügt, um den Eindruck von glänzendem Material zu erzeugen. Setzen Sie diese Glanzlichter immer auf der Seite, von der das Licht kommt – meist oben links oder rechts. Bei Glitzer auf Schnee genügen wenige Punkte, sonst wirkt das Bild unruhig.

Muster und Strukturen für Pullover und Kugeln. Ein Pullover mit Zopfmuster oder eine Kugel mit Streifen braucht nicht viel: Zeichnen Sie mit einem dünnen Stift Linien oder Punkte in einer Kontrastfarbe. Für einen karierten Schal malen Sie zuerst die Grundfarbe, dann ein dunkleres Gitter darüber. Das wirkt aufwendig, ist aber schnell gemacht.

Schritt für Schritt: Einen Tannenbaum ausmalen

Nehmen Sie sich ein Blatt mit einem Tannenbaum – zum Beispiel aus der Kategorie Weihnachten Ausmalbilder. So gehen Sie vor:

  1. Hintergrund zuerst: Malen Sie den Himmel in einem hellen Blau oder Lila, mit waagerechten Strichen. Lassen Sie um den Baum einen weißen Rand für den Schnee.
  2. Baumflächen: Füllen Sie die Zweige mit einem mittleren Grün. Arbeiten Sie von oben nach unten, damit Sie nicht auf bereits Gemaltes verwischen.
  3. Schatten setzen: Mit einem dunkleren Grün oder einem Graublau schraffieren Sie die Unterseite jedes Zweigs. Das gibt dem Baum Volumen.
  4. Schmuck und Lichter: Malen Sie Kugeln in Rot, Gold und Blau – lassen Sie einen kleinen weißen Punkt als Glanz. Die Lichterkette ziehen Sie als dunkle Linie, dann setzen Sie die Lämpchen.
  5. Schnee und Glitzer: Mit einem weißen Stift oder einem hellblauen Ton tupfen Sie kleine Punkte auf die Zweigspitzen. Zum Schluss mit einem Gelstift ein paar Glitzerpunkte in die Luft setzen.

Wenn Sie das erste Mal mit einem Weihnachtsmotiv beginnen, wählen Sie eine Seite mit wenigen Details – etwa einen Weihnachtsstrumpf oder Weihnachtsplätzchen. Diese Motive erlauben Fehler und Übungen, ohne dass Sie sofort ein Meisterwerk abliefern müssen.

Die richtige Reihenfolge beim Ausmalen. Beginnen Sie immer mit den hellen Farben und den großen Flächen. Dunkle Töne setzen Sie erst zum Schluss, denn sie lassen sich schwerer übermalen. Bei einem Tannenbaum heißt das: erst der Himmel, dann die Zweige, dann die Schatten, dann die Details. So vermeiden Sie, dass Sie etwas korrigieren müssen.

Fehler korrigieren und vermeiden. Ein heller Farbfehler lässt sich oft mit einem feuchten Tuch abtupfen, solange die Farbe noch nass ist. Bei Buntstiften hilft ein Radiergummi, aber vorsichtig – zu viel Reiben verwischt das Papier. Wenn Sie unsicher sind, üben Sie die Stelle zuerst auf einem Schmierblatt.

Welche Vorlagen sich für wen eignen

Nicht jedes Motiv passt zu jedem Können. Für Kinder sind einfache Formen mit großen Flächen ideal – etwa Peppa Wutz Weihnachten oder Dinosaurier Weihnachten. Erwachsene oder Geübte greifen zu komplexeren Seiten wie Nussknacker oder Gefrorenes Weihnachten, die viele kleine Details und Schattierungen verlangen.

Wenn Sie Figuren aus Serien oder Filmen mögen, probieren Sie Hallo Kitty Weihnachten oder SpongeBob Weihnachten – die klaren Konturen erleichtern das Ausmalen. Für ein lustiges Projekt mit der ganzen Familie eignet sich der Weihnachtsgnom: Sie können die Mütze in jeder Farbe gestalten, die Ihnen gefällt.

Einfache Motive für Kinder und Anfänger. Kinder freuen sich über große Flächen und dicke Konturen. Ein Weihnachtsstrumpf mit ein paar Geschenken oder ein Weihnachtsplätzchen mit Glasur sind ideal, um erste Erfahrungen zu sammeln. Diese Motive verzeihen auch mal einen Strich daneben.

Anspruchsvolle Motive für Geübte. Wer schon etwas Übung hat, kann sich an Motive mit vielen Details wagen. Ein Nussknacker mit seiner Uniform und den vielen Verzierungen oder eine Gefrorene Weihnachten-Szene mit Eiskristallen und Schlitten verlangen Geduld, bieten aber auch mehr Raum für Schattierungen und Farbverläufe.

Farbenlehre und Stimmung

Weihnachtsbilder leben von Kontrasten: Rot und Grün sind Komplementärfarben, die sich gegenseitig verstärken. Wenn Sie unsicher sind, welche Farben harmonieren, hilft ein Blick in die Farbenlehre – etwa Farbenlehre für Ausmalbilder. Grundsätzlich gilt: Warme Töne (Rot, Orange, Gelb) wirken einladend, kalte (Blau, Violett) beruhigen. Für eine winterliche Stimmung kombinieren Sie Blau mit Weiß und Silber – das wirkt kühl und klar.

Warme und kalte Farben gezielt einsetzen. Warme Farben ziehen den Blick auf sich, kalte lassen andere Bereiche zurücktreten. Setzen Sie Rot für den Weihnachtsmann oder die Kugeln ein, Blau für den Hintergrund oder den Schatten. Auf diese Weise lenken Sie das Auge des Betrachters genau dorthin, wo es hin soll.

Monochrome Farbwelten ausprobieren. Wer eher grafische Bilder mag, kann statt klassischer Farben auch nur eine einzige Farbe in verschiedenen Abstufungen verwenden – das nennt man monochrom und sieht besonders modern aus. Probieren Sie es einmal mit einem Weihnachtskranz in Blautönen oder einem Weihnachtsstich in Rottönen. Die Abwechslung hält die Vorfreude auf das Fest wach.

Wer anders vorgehen sollte

Wer mit Filzstiften arbeitet und schnell verwischt, sollte auf Buntstifte umsteigen oder die Striche in eine Richtung führen. Wenn Sie wenig Zeit haben, malen Sie nur die Hauptfigur aus und lassen den Hintergrund weiß – das spart Mühe und wirkt dennoch fertig. Und wenn Sie absolute Perfektion anstreben, drucken Sie die Seite doppelt aus: eine zum Üben, eine für das Endbild.

Nutzen Sie die Gelegenheit, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren – jedes Blatt ist eine neue Übung, und mit jedem Mal werden Ihre Weihnachtsbilder stimmungsvoller.