Beginnen Sie mit einer einzigen, aber wirkungsvollen Entscheidung: Wählen Sie Ihre Farbpalette, bevor Sie den Stift ansetzen. Der Grund: Die meisten Künstler-Motive leben von einer starken Bildidee, und wenn Sie erst einmal mit dem Ausmalen begonnen haben, ist es schwer, die Grundstimmung zu korrigieren. Schauen Sie sich das Blatt genau an – ist es ein Porträt, eine abstrakte Komposition oder eine Blumenstudie? Dazu passen Sie die Farben aus, die Sie gleich verwenden werden. Bei einer Frida-Kahlo-Seite mit ihren typischen Blumenkränzen und kräftigen Tönen sind beispielsweise Rot, Türkis und Gelb ideal. Bei einer ruhigen Monet-Seite mit Seerosen sind es eher Pastelltöne und sanfte Grüntöne. Diese Vorbereitung dauert nur eine Minute und erspart Ihnen später das mühsame Übermalen.
Die richtigen Werkzeuge für Künstler-Motive
Nicht jedes Malwerkzeug eignet sich für jede Künstler-Seite. Entscheidend ist, ob Sie feine Details oder großflächige Flächen ausmalen möchten.
- Buntstifte sind die beste Wahl für die meisten Künstler-Ausmalbilder, weil sie sich gut schichten und verwischen lassen. Gerade bei Porträts oder filigranen Mustern, wie sie auf den Alphonse Mucha Ausmalbilder vorkommen, können Sie mit harten und weichen Stiften präzise arbeiten. Lesen Sie dazu auch die Anleitung zum weichen Verblenden mit Buntstiften.
- Filzstifte eignen sich hervorragend für kräftige, flächige Farben, wie sie bei Andy Warhol Ausmalbilder oder Keith Haring Ausmalbilder typisch sind. Achten Sie darauf, dass die Farben nicht zu sehr ineinanderlaufen, und warten Sie kurz, bis die erste Schicht getrocknet ist.
- Wachsmalkreiden sind eher etwas für großzügige, texturierte Flächen. Für die feinen Linien von Leonardo da Vinci Ausmalbilder sind sie weniger geeignet, da sie schnell die Konturen überdecken. Wenn Sie unsicher sind, lesen Sie den Vergleich Buntstifte, Filzstifte oder Wachsmalstifte?.
Die richtige Farbwahl: So treffen Sie sie für jede Künstler-Seite
Die Farbwahl ist der wichtigste Schritt, denn sie entscheidet, ob Ihre Ausmalung die Stimmung des Künstlers trifft oder verfehlt. Orientieren Sie sich an der realen Kunstgeschichte, aber scheuen Sie sich nicht, eigene Akzente zu setzen.
- Frida Kahlo: Nutzen Sie leuchtende Farben wie Kobaltblau, Karminrot und Sonnengelb. Diese Töne finden Sie auch auf den Frida Kahlo Ausmalbilder. Die Details wie Blumenkränze und Augenbrauen sollten Sie besonders sorgfältig ausmalen, denn sie tragen die Bildaussage.
- Monet und die Impressionisten: Hier sind helle, gebrochene Töne gefragt. Verwenden Sie statt reinem Grün ein Gemisch aus Gelbgrün und Blaugrün. Die Monet Ausmalbilder zeigen oft Seerosen oder Landschaften, die von weichem Licht durchflutet sind. Arbeiten Sie mit kurzen, nebeneinandergesetzten Strichen, um den impressionistischen Effekt zu erzielen.
- Picasso und der Kubismus: Hier dürfen Sie mutig mit kontrastierenden Farben spielen. Auf den Pablo Picasso Ausmalbilder sehen Sie oft Gesichter, die aus geometrischen Formen aufgebaut sind. Malen Sie jede Fläche mit einer anderen Farbe aus, aber achten Sie darauf, dass die Farben harmonieren – zum Beispiel Blau und Orange oder Rot und Grün.
- Romero Britto und Keith Haring: Diese Künstler stehen für Pop-Art und kräftige Konturen. Nutzen Sie ungemischte, satte Farben wie Pink, Zitronengelb und Türkis. Auf den Romero Britto Ausmalbilder finden Sie oft Herzen und Blumen, die Sie mit Mustern füllen können. Bei Keith Haring Ausmalbilder sind die Bewegungslinien wichtig – malen Sie sie in einer Kontrastfarbe aus, damit sie hervorstechen.
Schritt für Schritt: Eine typische Künstler-Seite ausmalen
Nehmen Sie sich ein Beispiel wie die Mona Lisa Ausmalbilder. Dieses Porträt ist ideal, um die Grundlagen zu üben. Folgen Sie diesen Schritten:
1. Grundton der Haut setzen
Verwenden Sie einen hellen Hautton und malen Sie alle freien Flächen im Gesicht und an den Händen aus. Lassen Sie die Augenpartien aus, denn dort kommen später Schatten hinzu.
2. Schatten und Tiefe einarbeiten
Mit einem etwas dunkleren Ton – zum Beispiel einem gebrannten Ocker – schattieren Sie unter dem Kinn, an den Wangenknochen und am Haaransatz. Verblenden Sie die Übergänge mit einem weichen Stift oder einem Papierwischer. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in der Anleitung zum Schattieren auf Ausmalbildern.
3. Haare und Kleidung ausarbeiten
Die Haare der Mona Lisa sind wellig und fallen auf die Schultern. Malen Sie sie in dunklen Brauntönen aus, aber lassen Sie einzelne Strähnen hell, um Glanz zu erzeugen. Die Kleidung können Sie in gedecktem Dunkelgrün oder Braun halten, damit das Gesicht im Mittelpunkt bleibt.
4. Hintergrund gestalten
Der Hintergrund ist bei der Mona Lisa eine felsige Landschaft. Verwenden Sie helle Blau- und Grüntöne und lassen Sie die Konturen weich ineinanderfließen. So entsteht Tiefe, ohne vom Porträt abzulenken.
Diese Fehler sollten Sie bei Künstler-Malvorlagen vermeiden
- Zu viele Farben auf einmal verwenden. Bei einem Porträt oder einer ruhigen Landschaft wirkt eine reduzierte Palette oft edler. Entscheiden Sie sich für maximal fünf bis sechs Hauptfarben und setzen Sie Akzente nur gezielt ein.
- Die Konturen ignorieren. Viele Künstler-Motive haben dünne oder unterbrochene Linien. Wenn Sie diese übermalen, geht der Ausdruck des Bildes verloren. Arbeiten Sie entlang der Linien und lassen Sie sie entweder frei oder betonen Sie sie mit einem dunklen Ton.
- Zu viel Druck beim Ausmalen. Das führt zu hässlichen Rändern und durchscheinenden Stellen. Üben Sie gleichmäßigen Druck aus und gehen Sie bei Bedarf mehrmals über dieselbe Fläche, statt einmal stark aufzudrücken.
- Die Farben nicht vorher testen. Gerade bei Filzstiften sehen die Farben auf dem Papier anders aus als auf der Verpackung. Machen Sie auf einem separaten Blatt eine Farbprobe, bevor Sie sich an das eigentliche Bild wagen.
Mit welchen Seiten Sie am besten beginnen
Wenn Sie noch nicht viel Erfahrung mit Künstler-Malvorlagen haben, starten Sie mit Motiven, die große Flächen und klare Formen haben. Die Georgia O'Keeffe Ausmalbilder sind ideal, weil ihre Blumenmotive aus wenigen, großen Blütenblättern bestehen, die Sie farblich ausgestalten können. Auch die Alma Thomas Ausmalbilder bieten durch ihre abstrakten Farbfelder viel Raum für eigene Ideen und sind perfekt für den Einstieg. Fortgeschrittene können sich an die komplexeren Seiten von Kerby Rosanes Ausmalbilder wagen, die mit vielen kleinen Details und Mustern aufwarten – hier ist ein ruhiger Strich und eine Lupe manchmal hilfreich.
Wenn Sie sich für einen bestimmten Künstler interessieren, schauen Sie sich die gesamte Kategorie Künstler Ausmalbilder an. Sie finden dort für jeden Stil etwas Passendes, von den verspielten Linien des Bob Ross Ausmalbilder bis zu den expressiven Werken von Basquiat Ausmalbilder. Und falls Sie lieber bei einem anderen Berufsfeld üben möchten, bevor Sie sich an die großen Meister wagen, finden Sie im Ratgeber zu Berufe Ausmalbildern: Kategorien & Tipps weitere Anregungen.
Denken Sie beim Ausmalen immer daran: Es gibt kein richtig oder falsch. Die Seite ist Ihre Leinwand, und Sie bestimmen, welche Geschichte Sie mit Ihren Farben erzählen. Nutzen Sie die Tipps aus der Farbenlehre für Ausmalbilder, um Ihre eigene Handschrift zu entwickeln. Mit etwas Übung und Geduld werden Sie schon bald Ihre Lieblingswerke in neuem Glanz erstrahlen lassen – und dabei nebenbei Ihre künstlerischen Fähigkeiten verbessern.