Beginnen Sie mit einem hellen Farbstift, nicht mit einem dunklen – das gilt besonders bei großen Flächen wie dem Rücken eines Brontosaurus. Dunkle Töne setzen Sie erst zum Schluss ein, denn sie lassen sich schwerer übermalen und geben dem Motiv sonst sofort ein schmutziges Grau. Entscheiden Sie sich zuerst für die Lichtquelle: Kommt das Licht von links, bleiben die rechten Körperseiten heller. Das klingt banal, aber genau diese Überlegung trennt ein gleichmäßiges Ausmalbild von einem, das lebt.
Die richtige Farbpalette für Dinosaurier
Dinosaurier sind keine Tiere, die es heute noch gibt – also haben Sie Freiheit, aber nicht alle Farben wirken gleich gut. Erdige Töne wie Ocker, Siena, Moosgrün und verschiedene Brauntöne bilden die Basis, weil sie natürliche Tarnung in einer Urzeitlandschaft suggerieren. Für Fleischfresser wie den Velociraptor oder Indoraptor eignen sich gedeckte Grau-Grün-Töne mit dunklen Streifen; Pflanzenfresser wie der Brontosaurus oder Triceratops wirken in warmen Grün- und Beerentönen lebendig. Kräftige Akzente wie ein orangeroter Kamm oder türkise Flecken auf dem Rücken sind erlaubt, aber setzen Sie sie sparsam ein – sonst wirkt das Bild unruhig.
- Für realistische Dinos: Grau, Beige, dunkles Oliv, gebrochenes Weiß für Bauchpartien.
- Für Fantasie-Dinos: Lila, Petrol, Rostrot – aber immer mit einem erdigen Gegenpart kombinieren.
- Für Fossilien-Motive: Sepia, warmes Braun, Kreideweiß – keine bunten Farben, sonst wirkt das Skelett nicht wie Stein.
- Für Meeresreptilien wie Megalodon oder Mosasaurus: Blaugrau, Schiefer, helles Blaugrün – oben dunkler als unten (Konterschattierung).
- Für Cartoon-Dinos aus Serien wie Dinotrux oder Dinosaurier Zug: Primärfarben plus eine kräftige Konturfarbe, die zur Figur passt.
Werkzeuge: Womit Sie Dinosaurier am besten ausmalen
Für große Flächen wie den Oberschenkel eines Spinosaurus sind Buntstifte ideal, weil sie sich schichten lassen. Filzstifte liefern kräftige Farben, zeigen aber schnell Streifen, wenn Sie dieselbe Stelle zweimal übermalen – nutzen Sie sie für kleine Details wie Zähne oder Krallen. Wachsmalkreide eignet sich für Kinderhände und für weiche Übergänge, verwischt aber schnell. Wenn Sie mit Buntstiften arbeiten, führen Sie die Striche immer in dieselbe Richtung, am besten entlang der Muskelrichtung des Tieres. Ein Anspitzer und ein Radiergummi gehören dazu, denn gerade bei den Augen oder den Nasenlöchern zählt ein sauberer Anfang. Detaillierte Anleitungen zum Verblenden und zur Farbwahl finden Sie in den Ratgebern zu Buntstiften weich verblenden und zur Farbenlehre für Ausmalbilder.
Die wichtigsten Details: Schuppen, Zähne und Schatten
Ein Dinosaurier wird erst durch die Details lebendig. Zähne sind nicht einfach weiß – lassen Sie einen schmalen grauen oder hellblauen Schatten an der Zahnwurzel, dann wirken sie nicht flach. Schuppen deuten Sie nicht mit einzelnen Kreisen an, sondern mit kurzen, gebogenen Strichen in einer dunkleren Nuance der Grundfarbe. Bei einem realistischen Dinosaurier gehören Schatten unter den Bauch, unter den Kiefer und unter den Schwanz – dort treffen Sie das Licht nicht. Arbeiten Sie mit einem dunklen Braun oder einem dunklen Violett statt mit Schwarz, denn Schwarz wirkt oft wie ein Loch. Für Fossilien-Motive ist der Schatten sogar das Wichtigste: Die Vertiefungen zwischen den Knochen werden dunkelbraun, die Knochenkanten bleiben hell. Eine ausführliche Erklärung, wie Sie Schatten auf Ausmalbildern setzen, bietet der Artikel Schattieren auf Ausmalbildern: Anleitung.
Schritt für Schritt: Einen Velociraptor ausmalen
Nehmen Sie sich ein Blatt aus der Kategorie Velociraptor Ausmalbilder und legen Sie los. Arbeiten Sie von hell nach dunkel und von groß nach klein.
Grundton auftragen
Färben Sie den gesamten Körper mit einem hellen Graugrün ein. Nutzen Sie weiche, kreisende Bewegungen, damit keine weißen Flecken bleiben.
Bauch und Kehle aufhellen
Mit einem hellen Beige oder Creme färben Sie die Bauchseite, die Innenseite der Beine und die Unterseite des Kiefers. Lassen Sie die Übergänge weich werden, indem Sie mit dem Finger oder einem Papierwischer nachhelfen.
Schatten setzen
Mit einem dunkleren Grau oder einem stumpfen Violett schattieren Sie unter dem Bauch, unter dem Schwanzansatz und auf der linken Körperseite, wenn das Licht von rechts kommt.
Zeichnen und Flecken
Mit einem dunklen Grau oder Schwarzbraun setzen Sie die Streifen auf dem Rücken und die Flecken auf den Oberschenkeln. Die Krallen und Zähne bleiben zuerst ausgespart.
Feinheiten
Zum Schluss bekommen die Zähne einen hellgrauen Schatten an der Wurzel, die Augen einen schwarzen Punkt mit weißem Glanzlicht. Der Boden unter dem Dino wird mit einem hellen Sandton angedeutet – dann steht er auf festem Grund.
Welche Dinosaurier-Seiten Sie zuerst ausmalen sollten
Wenn Sie noch unsicher sind, wählen Sie ein Motiv mit großen Flächen und wenig Hintergrund. Der Brontosaurus mit seinen langen Beinen und dem dicken Körper ist ideal für den Einstieg, weil Sie nicht viele kleine Details beachten müssen. Für Kinder eignen sich die Seiten aus der Kategorie Dinosaurier mit ihren klaren Linien und einfachen Formen. Wenn Sie Schattierungen üben möchten, sind die realistischen Dinosaurier mit ihren feinen Schuppenstrukturen eine gute Wahl – sie verzeihen kleine Fehler, weil die Textur ohnehin unregelmäßig ist. Für Fans der Filme bieten die Jurassic Park Ausmalbilder dynamische Szenen mit mehreren Tieren, die aber auch anspruchsvoller sind. Einsteiger sollten dagegen zuerst die Dinosaurierfossil ausprobieren, wenn sie monochrome Bilder mögen – hier lernen Sie, mit einer einzigen Farbfamilie Tiefe zu erzeugen.
Farben für verschiedene Dinosaurierarten
Nicht jeder Dino ist gleich gefärbt. Der Megalodon als Hai lebte im Ozean, also wählen Sie eine dunkle Oberseite und einen hellen Bauch – das nennt man Konterschattierung. Beim Spinosaurus mit seinem Segel auf dem Rücken können Sie sich austoben: Das Segel darf ruhig orange oder rot sein, der Körper bleibt grau oder grün. Der Indominus Rex aus dem Film hat eine fast weiße Haut mit dunklen Flecken – das können Sie nachahmen, indem Sie zuerst hellgrau ausmalen und dann mit dunklen Flecken übergehen. Beim Triceratops gehören die Hörner und der Nackenschild zu den wichtigsten Elementen: Der Schild kann eine andere Farbe als der Körper haben, zum Beispiel ein warmes Braun, während der Körper in Grüntönen bleibt. Wenn Sie Tiere aus der Kreidezeit mögen, finden Sie auf der Übersichtsseite Dinosaurier Ausmalbilder alle Motive auf einen Blick.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Ein häufiger Fehler ist, zu früh mit dunklen Farben zu beginnen. Ein schwarzer Umriss lässt sich nicht mehr überdecken – malen Sie die Konturen erst zum Schluss nach, wenn Sie sie überhaupt nachziehen möchten. Ein zweiter Fehler: Alle Dinos in denselben Grüntönen zu färben. Variieren Sie die Sättigung, denn ein helles Gelbgrün wirkt neben einem dunklen Smaragdgrün viel plastischer. Und ein dritter Punkt: Vergessen Sie nicht den Boden. Ein Schatten unter den Füßen oder ein paar Grasbüschel am Rand verankern die Figur – sonst schwebt sie im Papier. Wenn Sie unsicher sind, welche Farben zusammenpassen, hilft ein Blick auf die Farbenlehre für Ausmalbilder.
Der letzte Schliff: Mit weichen Übergängen arbeiten
Nachdem die Grundfarben sitzen, können Sie mit einem feuchten Pinsel oder einem Papierwischer die Übergänge weicher machen. Das funktioniert besonders gut bei Buntstiften, wenn Sie die Farbe vorher dick aufgetragen haben. Für die Augen und andere kleine Punkte nutzen Sie einen harten Stift oder einen dünnen Filzstift – damit setzen Sie präzise Glanzlichter. Und wenn Sie ein besonders stimmungsvolles Bild möchten, färben Sie den Hintergrund in einem warmen Abendrot oder einem tiefen Blaugrün. Das lässt die hellen Dinosaurierfarben stärker leuchten. Eine ausführliche Anleitung zum weichen Verblenden finden Sie im Artikel Buntstifte weich verblenden.
Wenn Sie sich für die nächste Seite entscheiden, probieren Sie einmal eine Art aus, die Sie noch nie ausgemalt haben – etwa den Pterodactylus mit seinen Flughäuten oder den Giganotosaurus mit seinen kräftigen Beinen. Jede Art verlangt eine andere Herangehensweise, und genau das macht das Ausmalen von Dinosauriern so spannend. Arbeiten Sie sich von den großen Flächen zu den Details vor, und lassen Sie sich Zeit mit den Schatten – dann entsteht aus einem einfachen Ausmalbild ein kleines Kunstwerk.