Wenn Sie ein Ausmalbild von Color.mr ausdrucken, entscheidet das Papier darüber, ob Ihre Farben leuchten oder durchscheinen, ob die Konturen scharf bleiben oder verwischen, und ob die Seiten beim Umblättern sauber bleiben. Die gute Nachricht: Sie brauchen nicht für jede Technik dasselbe Material. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, welches Papier für Buntstifte, Filzstifte, Wachsmalkreiden oder Wasserfarben geeignet ist – und was Ihr Gerät überhaupt verarbeitet.
Standard-Kopierpapier: Der Allrounder für trockene Stifte
Normales Kopierpapier (80 g/m², im Laden oft als „80 g/qm“ oder „20 lb“ ausgezeichnet) ist die Basis. Es ist dünn, aber für Buntstifte, Wachsmalkreiden und normale Filzstifte völlig ausreichend. Die Farben haften gut, und Sie können problemlos beidseitig drucken, ohne dass sich etwas abzeichnet. Für Kinder, die ohnehin kräftig zupacken, ist dieses Papier ideal – es ist günstig, und Fehler sind nicht schlimm.
- Geeignet für: Buntstifte, Wachsmalkreiden, normale Filzstifte (nicht zu nass), Trockenpastell
- Vorteile: preiswert, bedruckbar mit jedem handelsüblichen Drucker, beidseitig bedruckbar
- Nachteile: dünn, Farben können bei zu viel Druck durchscheinen, nicht für Nassmalen geeignet
- Für wen: Kinder, einfache Ausmalbilder, schnelle Beschäftigung, wenn es nicht auf Perfektion ankommt
Wenn Sie Ausmalbilder für Kinder ausdrucken, ist Kopierpapier die unkomplizierte Wahl. Für eine Übersicht, welche Motive sich für welches Alter eignen, hilft die Seite Passende Ausmalbilder für jedes Alter weiter.
Schwereres Papier (120–160 g/m²): Der Kompromiss für mehr Stabilität
Wer etwas mehr Stabilität und eine glattere Oberfläche bevorzugt, greift zu schwererem Papier – etwa 120 bis 160 g/m² (ca. 32 bis 42 lb). Dieses Material nimmt Buntstifte weicher auf, lässt sich besser verwischen und verträgt auch etwas mehr Druck. Filzstifte mit mittlerer Nässe hinterlassen weniger Wellen, und die Seiten wirken hochwertiger. Allerdings: Wenn Sie mit sehr nassen Markern arbeiten, kann die Tinte immer noch durchschlagen. Dieses Papier eignet sich gut für Erwachsene, die längere Zeit an einem Bild sitzen möchten, ohne dass die Rückseite durchscheint.
- Geeignet für: Buntstifte, Pastellkreiden, dick aufgetragene Wachsmalkreiden, wasserbasierte Marker in mäßiger Menge
- Vorteile: stabiler, saugt Feuchtigkeit besser auf, glattere Oberfläche für Schattierungen
- Nachteile: dicker, manche Drucker haben Probleme mit dem Einzug, wenn das Papier zu steif ist
- Für wen: alle, die mehr als nur schnell ausmalen wollen, auch für ältere Kinder
Bevor Sie ein teures Papier kaufen, testen Sie, ob Ihr Gerät das Papier überhaupt einzieht. Die meisten Laserdrucker und Tintenstrahldrucker verkraften 160 g/m² problemlos, aber bei manchen Modellen kann es zu Papierstaus kommen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung hilft.
Warum die Papierstärke das Malgefühl verändert. Die Stärke des Papiers beeinflusst nicht nur die Stabilität, sondern auch, wie sich die Stifte anfühlen. Auf 120-g/m²-Papier gleiten Buntstifte weicher als auf dünnem Kopierpapier, und Schattierungen gelingen mit weniger Kraftaufwand. Für alle, die gerne mit Druck arbeiten, ist das spürbar angenehmer. Wenn Sie also regelmäßig Ausmalbilder gestalten, lohnt sich der Aufpreis für schwereres Papier – besonders, wenn Sie Wert auf ein ruhiges Malerlebnis legen.
Welche Stifte auf 120–160 g/m² gut funktionieren. Auf diesem Papier kommen alle trockenen Medien gut zur Geltung: Buntstifte, Pastellkreiden und Wachsmalkreiden haften zuverlässig. Auch wasserbasierte Marker in mäßiger Menge sind möglich, solange Sie nicht zu viel Farbe auf einmal auftragen. Für alle, die mit Aquarellstiften arbeiten möchten, ist dieses Papier jedoch weniger geeignet – dafür braucht es saugfähigeres Material. Testen Sie am besten eine Seite, bevor Sie sich festlegen.
Cardstock (200–250 g/m²): Die Wahl für kräftige Farben und viel Feuchtigkeit
Cardstock, auch als Tonkarton oder Karton bezeichnet, hat ein Gewicht von 200 bis 250 g/m² (ca. 53 bis 66 lb). Dieses Material ist steif, saugt viel Feuchtigkeit auf und eignet sich daher hervorragend für alle, die mit Alkoholmarkern, Aquarellstiften oder sogar leichten Aquarellfarben arbeiten möchten. Die Oberfläche ist meist glatt oder leicht genarbt. Der große Vorteil: Die Tinte bleibt auf der Vorderseite, und Sie können kräftige Schichten auftragen, ohne dass sich die Rückseite wellt. Allerdings ist Cardstock nicht für jeden Drucker geeignet – viele Tintenstrahldrucker haben Probleme mit der Dicke, und manche Geräte benötigen ein spezielles Einzugsfach.
- Geeignet für: Alkoholmarker, Aquarellstifte, dicke Farbschichten, auch für Collagen und Bastelarbeiten
- Vorteile: sehr stabil, verhindert Durchscheinen, saugt Feuchtigkeit gut auf
- Nachteile: manche Drucker können es nicht verarbeiten, beidseitiger Druck ist schwierig, teurer als Kopierpapier
- Für wen: alle, die mit nassen Medien arbeiten oder ein Bild einrahmen möchten
Wenn Sie Ausmalbilder für Erwachsene ausdrucken, die Sie mit Alkoholmarkern ausmalen, ist Cardstock die beste Wahl. Eine Auswahl an komplexen Motiven finden Sie in der Rubrik Fantasy Ausmalbilder.
Was Sie beim Bedrucken von Cardstock beachten sollten. Bevor Sie ein Blatt in den Drucker einlegen, prüfen Sie, ob das Gerät die Dicke verarbeiten kann. Viele Tintenstrahldrucker haben ein Fach für dickes Papier, das Sie umstellen können. Wenn Ihr Modell kein solches Fach hat, versuchen Sie es mit manuellem Einzug. Ein Tipp: Drucken Sie zuerst eine Testseite auf einem Reststück, um sicherzugehen, dass die Tinte nicht verschmiert. So vermeiden Sie unnötigen Ausschuss.
Warum Cardstock für Alkoholmarker ideal ist. Alkoholmarker neigen dazu, auf dünnem Papier durchzuschlagen. Cardstock verhindert das zuverlässig, weil die Oberfläche die Tinte aufnimmt, ohne dass sie auf die Rückseite gelangt. Das ermöglicht kräftige Farbverläufe und saubere Kanten. Für alle, die mit dieser Technik arbeiten, ist Cardstock daher die erste Wahl – auch wenn der Preis etwas höher liegt.
Mixed-Media- und Aquarellpapier (200–300 g/m²): Für echte Maltechniken
Wenn Sie mit Wasserfarben oder Aquarellstiften arbeiten möchten, kommen Sie um echtes Aquarellpapier nicht herum. Dieses Material hat ein Gewicht von 200 bis 300 g/m² (ca. 53 bis 80 lb) und eine raue oder satinierte Oberfläche. Es saugt Wasser auf, ohne sich zu wellen, und Sie können mehrere Schichten Farbe übereinanderlegen, ohne dass die Fasern aufquellen. Mixed-Media-Papier ist etwas günstiger und verträgt auch Buntstifte und Tinte. Der Nachteil: Dieses Papier ist sehr dick und nur für Drucker mit geradem Papierweg geeignet – also nicht für jedes Gerät. Wenn Sie ein Ausmalbild auf Aquarellpapier drucken möchten, prüfen Sie vorher, ob Ihr Drucker das Blatt einziehen kann. Sonst hilft ein Ausdruck auf normalem Papier und das anschließende Übertragen auf das Aquarellpapier – eine Technik, die viele Maler nutzen.
- Geeignet für: Aquarellfarben, Aquarellstifte, Tinte, auch für Kombinationen aus verschiedenen Medien
- Vorteile: extrem saugfähig, wellt kaum, ideal für Schichten
- Nachteile: teuer, schwer zu bedrucken, oft nur einseitig bedruckbar
- Für wen: alle, die echte Maltechniken ausprobieren möchten, auch für Kinder, die mit Wasserfarben experimentieren
Wenn Sie sich für diese Technik begeistern, finden Sie auf der Seite Themen Ausmalbilder eine große Auswahl an Motiven, die sich für Aquarell eignen.
Wie Sie Aquarellpapier bedrucken, ohne es zu beschädigen. Der Schlüssel liegt im manuellen Einzug. Legen Sie das Blatt einzeln in das Fach und wählen Sie im Druckmenü die Option „Dickes Papier“ oder „Karton“. Vermeiden Sie es, das Papier zu knicken, denn Brüche bleiben sichtbar. Wenn Ihr Drucker das Papier nicht einzieht, nutzen Sie die Übertragungstechnik: Drucken Sie das Motiv auf Normalpapier und zeichnen Sie es mit einem Bleistift auf der Rückseite nach, dann übertragen Sie es auf das Aquarellpapier. Das dauert etwas, schont aber das teure Material.
Welche Oberfläche für welche Aquarelltechnik passt. Raues Papier nimmt viel Wasser auf und eignet sich für nasse Farbverläufe. Satiniertes Papier ist glatter und ermöglicht feinere Details. Für Kinder, die mit Wasserfarben experimentieren, ist Mixed-Media-Papier oft die bessere Wahl, weil es günstiger ist und auch Stifte verträgt. Entscheiden Sie nach Ihrem Stil: Wer viel mit Wasser arbeitet, greift zu rauem Papier; wer lieber trockene Medien kombiniert, kommt mit satiniertem besser zurecht.
Was Ihr Drucker schafft: Ein kurzer Überblick
Bevor Sie ein teures Papier kaufen, sollten Sie die technischen Grenzen Ihres Geräts kennen. Die meisten Tintenstrahldrucker verarbeiten Papier bis 200 g/m² problemlos, aber bei dickerem Material kann es zu Einzugsschwierigkeiten kommen. Laserdrucker haben oft einen geraderen Papierweg und können auch mit 250 g/m² umgehen. Bei sehr dickem Papier (300 g/m²) empfiehlt es sich, das Blatt manuell in das Einzugsfach zu legen und den Druckmodus auf „Dickes Papier“ oder „Karton“ zu stellen. Wenn Sie unsicher sind, drucken Sie zuerst eine Testseite auf einem Blatt, das Sie nicht mehr benötigen. Weitere Tipps zum korrekten Drucken finden Sie im Artikel Ausmalbilder richtig ausdrucken: So klappt es.
So testen Sie die Papiergrenzen Ihres Druckers. Beginnen Sie mit einer einzelnen Seite des gewünschten Papiers. Legen Sie sie in das Fach und drucken Sie ein einfaches Testbild. Achten Sie darauf, ob das Papier sauber einzieht und ob die Tinte trocken ankommt. Wenn es klemmt, versuchen Sie es mit einem dünneren Papier oder prüfen Sie, ob Ihr Modell ein separates Fach für schwere Medien hat. Diese Methode spart Geld und Nerven, bevor Sie ein ganzes Paket öffnen.
Warum der Papierweg über die Kompatibilität entscheidet. Drucker mit geradem Papierweg – oft bei Lasergeräten zu finden – können dickere Papiere verarbeiten als Modelle mit starken Krümmungen. Tintenstrahldrucker haben häufig einen umgekehrten Weg, was bei 300-g/m²-Papier problematisch wird. Wenn Sie regelmäßig schwere Medien bedrucken möchten, lohnt sich ein Blick in die technischen Daten Ihres Geräts. So vermeiden Sie Enttäuschungen und Papierstau.
Welches Papier für welche Zielgruppe?
Für Kinder im Vorschulalter reicht normales Kopierpapier völlig aus – es ist günstig, und die Kleinen malen ohnehin meist mit dicken Buntstiften oder Wachsmalkreiden. Ältere Kinder, die feinere Stifte verwenden, profitieren von 120-g/m²-Papier. Erwachsene, die sich auf das Ausmalen als Entspannungstechnik einlassen, greifen oft zu schwererem Material, weil es ein angenehmeres Malgefühl vermittelt. Wenn Sie mit Aquarell arbeiten möchten, führt kein Weg an Mixed-Media- oder Aquarellpapier vorbei. Die Wahl hängt auch von Ihrem Drucker ab – testen Sie, was Ihr Gerät verarbeitet, bevor Sie ein ganzes Paket kaufen.
Was Kinder wirklich brauchen. Für die Kleinen zählt vor allem Robustheit: dicke Stifte, viel Platz und ein Papier, das auch mal einen kräftigen Druck aushält. Kopierpapier erfüllt das völlig, und wenn etwas danebengeht, ist der Verlust gering. Für ältere Kinder, die feinere Motive ausmalen, lohnt sich ein Upgrade auf 120 g/m², weil die Farben dann satter wirken und die Seiten länger halten. Entscheiden Sie nach dem Alter und der Geduld des Kindes.
Was Erwachsene bevorzugen. Wer ausmalen als Entspannung nutzt, schätzt die Haptik von schwererem Papier. Es liegt angenehm in der Hand, nimmt Farbe besser auf und vermittelt ein hochwertigeres Gefühl. Für Alkoholmarker oder Aquarell ist Cardstock oder Aquarellpapier die richtige Wahl. Wenn Sie sich unsicher sind, probieren Sie verschiedene Stärken aus – so finden Sie schnell heraus, was Ihnen zusagt.
Ein letzter Tipp für den Alltag
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Papier für Ihre Zwecke das richtige ist, beginnen Sie mit einem gemischten Paket. Drucken Sie ein Ausmalbild auf Kopierpapier, eines auf 160-g/m²-Papier und eines auf Aquarellpapier, und probieren Sie verschiedene Stifte aus. So finden Sie schnell heraus, welche Kombination Ihnen am meisten zusagt. Und wenn Sie Ihre Ausmalbilder lieber digital ausmalen möchten, finden Sie in dem Artikel Ausmalbilder digital auf dem Tablet ausmalen eine Anleitung, wie Sie mit Apps und Stiften arbeiten können.
Ob Sie nun mit Buntstiften, Markern oder Wasserfarben arbeiten: Das richtige Papier macht den Unterschied. Wählen Sie das Material, das zu Ihrer Technik passt, und drucken Sie Ihre Lieblingsmotive aus der Rubrik Saisonale & Feiertage Ausmalbilder auf dem passenden Untergrund aus. So wird jedes Ausmalbild zu einem kleinen Kunstwerk – ohne dass die Farben verlaufen oder die Rückseite durchscheint.